Warum zeigt Google Ads mehr Conversions an als ich tatsächlich Anfragen habe?
Die Diskrepanz zwischen den in Google Ads gemeldeten Conversions und der tatsächlichen Anzahl an Anfragen ist ein häufiges technisches Problem. Dies resultiert oft aus unterschiedlichen Zählmethoden, Attributionsmodellen oder Fehlkonfigurationen im Tracking. Um präzise Daten für Ihre Google Ads Kampagnen zu erhalten, ist eine genaue Analyse der Conversion-Einstellungen und der Implementierung des Tracking-Codes erforderlich. Eine korrekte Konfiguration stellt sicher, dass die erfassten Conversions exakt Ihre Geschäftsanfragen widerspiegeln. Weitere Informationen finden Sie in unserer FAQ-Wissensbasis.
Google Ads erfasst Conversions mittels eines Tracking-Codes, der auf Ihrer Webseite platziert wird. Dieser Code sendet Daten an die Google Ads API, sobald eine definierte Aktion ausgeführt wird. Dabei spielen Attributionsmodelle eine zentrale Rolle. Sie bestimmen, welcher Touchpoint innerhalb der Customer Journey die Conversion erhält. Das standardmäßige „Letzter Klick“-Modell schreibt die Conversion dem letzten Klick vor der Aktion zu. Allerdings verwenden viele Konten das datengetriebene Attributionsmodell, welches maschinelles Lernen nutzt, um den Beitrag jedes Touchpoints zu bewerten. Folglich können Conversions auch dann zugeschrieben werden, wenn der direkte Klick nicht unmittelbar zur Anfrage führte. Darüber hinaus berücksichtigt Google Ads einen Conversion-Zeitraum, der standardmäßig 30 Tage beträgt. Eine Conversion kann also einem Klick zugewiesen werden, der bis zu 30 Tage vor der tatsächlichen Anfrage erfolgte. Gleichzeitig können View-Through-Conversions, bei denen ein Nutzer eine Anzeige sieht, aber nicht klickt, ebenfalls in den Berichten erscheinen, wenn sie nicht explizit ausgeschlossen werden. Diese werden in der Regel unter „Alle Conversions“ aufgeführt.
Mehrere technische Ursachen können zu einer Abweichung zwischen Google Ads Conversions und tatsächlichen Anfragen führen. Erstens, die Verwendung unterschiedlicher Attributionsmodelle. Wenn Google Ads ein datengetriebenes Modell nutzt, Ihr CRM jedoch nur den letzten Klick erfasst, entstehen Differenzen. Dies prüfen Sie unter „Tools & Einstellungen“ > „Messung“ > „Conversions“ in den Einstellungen der jeweiligen Conversion-Aktion. Zweitens, eine doppelte Implementierung des Conversion-Trackings. Beispielsweise können ein hardcodierter Google Ads Conversion-Tag und ein über Google Tag Manager (GTM) ausgelöster Tag für dieselbe Aktion feuern. Dies diagnostizieren Sie mittels des GTM Debuggers oder der Google Tag Assistant Chrome-Erweiterung. Drittens, der definierte Conversion-Zeitraum. Eine Anfrage kann erst Wochen nach dem ursprünglichen Google Ads-Klick erfolgen, wird aber dem Klick korrekt zugeordnet. Dies ist in den Einstellungen der Conversion-Aktion unter „Conversion-Zeitraum“ einsehbar. Viertens, die Definition der Conversion-Aktion selbst. Eine „Conversion“ in Google Ads könnte beispielsweise das Aufrufen einer Dankeseite sein, während eine „Anfrage“ in Ihrem System eine qualifizierte Lead-Einreichung darstellt. Stellen Sie sicher, dass die Conversion-Aktion exakt die gewünschte Anfrage abbildet. Konkret können auch Cross-Device-Conversions oder modellierte Conversions die Zahlen beeinflussen. Weitere Details zu Attributionsmodellen finden Sie in der Google Ads Hilfe.
Um die Diskrepanz zu beheben, sind präzise Anpassungen erforderlich. Überprüfen Sie zunächst die Einstellungen jeder Conversion-Aktion unter „Tools & Einstellungen“ > „Messung“ > „Conversions“. Stellen Sie sicher, dass nur relevante Aktionen in die Spalte „Conversions“ einbezogen werden, indem Sie die Option „In ‚Conversions‘ einbeziehen“ entsprechend konfigurieren. Deaktivieren Sie diese Option für Aktionen, die nicht als direkte Anfragen zählen. Zweitens, konsolidieren Sie Ihr Tracking. Verwenden Sie ausschließlich Google Tag Manager, um alle Conversion-Tags zu verwalten. Entfernen Sie alle redundanten, hartkodierten Tracking-Codes direkt aus dem Quellcode Ihrer Webseite. Drittens, passen Sie das Attributionsmodell an. Wenn Ihr internes System primär den letzten Klick für Anfragen zählt, wechseln Sie in Google Ads für die relevanten Conversion-Aktionen zum „Letzter Klick“-Modell. Viertens, verfeinern Sie die Definition Ihrer Conversion-Aktionen. Erfassen Sie nur Aktionen, die einer tatsächlichen Anfrage entsprechen, wie das erfolgreiche Absenden eines Kontaktformulars oder ein spezifischer Klick auf eine Telefonnummer.
Implementieren Sie serverseitiges Tracking oder Enhanced Conversions, um die Datenqualität zu verbessern und browserseitige Einschränkungen zu umgehen. Dies ermöglicht eine präzisere Zuordnung von Conversions.
Die genaue Abstimmung von Google Ads Conversions und tatsächlichen Anfragen erfordert eine sorgfältige technische Konfiguration. Eine präzise Definition der Conversion-Aktionen und die korrekte Implementierung des Trackings sind unerlässlich. Regelmäßige Überprüfungen und Anpassungen der Einstellungen gewährleisten die Datenintegrität für Ihre Kampagnen. Bei komplexen Herausforderungen bietet eine professionelle Google Ads-Beratung fundierte Unterstützung. Auch die SEO-Optimierung Ihrer Webseite trägt indirekt zur Steigerung qualifizierter Anfragen bei.
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