Der Google AI Mode ist ein eigener Suchmodus, in dem Google eine Frage mit einer ausführlichen KI-Antwort beantwortet statt mit einer Liste aus zehn Links. Ihre Website taucht dort nur noch als Quelle neben der Antwort auf. Für Unternehmen heißt das: Weniger Menschen klicken für einfache Fragen durch, aber wer als Quelle genannt wird, bekommt Besucher, die schon gut informiert sind.
In der klassischen Suche entscheidet der Nutzer, welches Ergebnis er öffnet. Im AI Mode übernimmt Google diesen Schritt. Die KI zerlegt die Frage in Teilfragen, sucht dafür passende Seiten und fasst die Antworten zusammen. Nutzer können direkt nachfragen, ohne neu zu suchen. Google nennt dieses Vorgehen selbst „Query Fan-out“.
Daraus folgen drei Unterschiede, die für Ihr Marketing zählen:
In der Google Search Console gibt es keinen eigenen Bericht für den AI Mode. Typische Anzeichen sind:
Vergleichen Sie dafür in der Search Console die letzten drei Monate mit dem Vorjahreszeitraum, getrennt nach Seitentyp. So sehen Sie, ob ein Rückgang am AI Mode liegt oder an einem anderen Problem wie einem Ranking-Verlust.
Angenommen, Ihr Ratgeber-Bereich bringt 2.000 Besucher im Monat, davon fragen 0,5 % an, also 10 Anfragen. Fallen durch den AI Mode 30 % der Klicks weg, sind es 1.400 Besucher. Wenn die verbleibenden Besucher besser informiert sind und 0,7 % anfragen, bleiben es knapp 10 Anfragen. Entscheidend ist also nicht der Traffic allein, sondern wie gut Ihre Seite die verbleibenden Besucher in Anfragen verwandelt.
Passend dazu: AI Overviews: Warum sinken meine Klicks, und was hilft? und Generative Engine Optimization (GEO): Was ändert sich gegenüber SEO?
Ja. Google hat den AI Mode schrittweise in weiteren Ländern und Sprachen eingeführt, inzwischen auch auf Deutsch. Er erscheint als eigener Reiter in der Google-Suche und ist zusätzlich über die Google-App erreichbar. Die normale Ergebnisliste gibt es weiterhin, Nutzer wechseln selbst in den AI Mode.
Ein Ausschluss nur für den AI Mode ist nicht möglich. Steuern lässt sich das allein über die üblichen Snippet-Regeln wie nosnippet oder data-nosnippet, die dann auch für die normale Suche gelten. Die Einstellung Google-Extended in der robots.txt betrifft das Training von Gemini, nicht die KI-Funktionen der Google-Suche.
Google bindet Anzeigen schrittweise auch in KI-Antworten ein. Eine eigene Kampagnenart dafür gibt es nicht; die Anzeigen stammen aus bestehenden Such- und Performance-Max-Kampagnen. Ob und wie oft Ihre Anzeigen dort erscheinen, hängt von Markt, Sprache und Kampagneneinstellungen ab und ändert sich laufend.
Den AI Mode im Blick zu behalten, ist keine einmalige Aufgabe. Holen Sie sich Unterstützung, wenn eines davon zutrifft:
Wie wir Unternehmen bei der Sichtbarkeit in KI-Suchen unterstützen, lesen Sie auf unserer Seite zu KI im Marketing. Oder Sie buchen direkt ein kostenloses Erstgespräch.
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