Google Ads Freelancer oder Agentur: Ab wann lohnt sich das Abgeben?

Kilian Müller
Kilian MüllerInhaber von 1hold.de · Google PartnerAktualisiert am
Wenn Marketing komplex wirdGoogle-zertifizierter Spezialist

Abgeben lohnt sich, sobald Google Ads mehr Zeit kostet, als Sie dafür haben, oder sobald Fehler im Konto mehr Geld verbrennen als eine Betreuung kostet. Ein Freelancer passt meist zu einem überschaubaren Konto mit einem Kanal. Eine Agentur passt, wenn mehrere Kanäle, Tracking und Reporting zusammenspielen müssen oder wenn Ausfälle durch Urlaub und Krankheit nicht passieren dürfen.

Drei Anzeichen, dass Selbermachen nicht mehr reicht

  • Sie schauen seltener als einmal pro Woche ins Konto. Suchbegriffe, Gebote und Budgets verändern sich laufend. Wer nur monatlich reinschaut, merkt Probleme zu spät.
  • Sie wissen nicht genau, welche Kampagne Anfragen bringt. Dann fehlt sauberes Conversion-Tracking, und jede Optimierung ist geraten.
  • Google-Empfehlungen werden ungeprüft übernommen. Automatisch angewendete Empfehlungen und weit gefasste Keywords erhöhen oft die Kosten, nicht die Anfragen.

Selbst, Freelancer oder Agentur im Vergleich

Selbst machen passt, wenn das Konto klein ist, eine Person im Team Zeit und Interesse mitbringt und sich regelmäßig weiterbildet. Der Preis dafür ist Zeit, nicht Geld.

Ein Freelancer ist oft günstiger und direkt erreichbar. Er passt gut zu einem klar umrissenen Konto, etwa Suchkampagnen für eine Region. Grenzen gibt es, wenn Tracking, Landingpages, Shopping-Feeds oder weitere Kanäle dazukommen, und bei Vertretung im Urlaub.

Eine Agentur bringt mehrere Fachleute zusammen: Kampagnen, Tracking, Analyse, oft auch SEO und Webseite. Das lohnt sich, wenn diese Themen ineinandergreifen. Achten Sie darauf, wer Ihr Konto tatsächlich betreut und wie oft.

Woran Sie einen guten Anbieter erkennen

  1. Das Google-Ads-Konto, Analytics und Tag Manager bleiben in Ihrem Eigentum. Der Anbieter bekommt nur Zugriff.
  2. Er fragt zuerst nach Ihren Zielen und Margen, nicht nach dem Budget.
  3. Er prüft das Conversion-Tracking, bevor er Kampagnen umbaut.
  4. Das Reporting zeigt Anfragen und Kosten pro Anfrage, nicht nur Klicks.
  5. Die Vertragslaufzeit ist überschaubar, und die Kündigung ist einfach.
  6. Er ist Google Partner oder kann Erfahrung in Ihrer Branche nachweisen.

Beispielrechnung

Ein Unternehmen gibt 3.000 Euro im Monat für Google Ads aus. Eine Prüfung zeigt, dass 25 % der Klicks über Suchbegriffe kommen, die nie zu Anfragen führen. Das sind 750 Euro im Monat ohne Gegenwert. Kostet die Betreuung weniger und beseitigt sie diese Streuverluste, hat sie sich schon allein dadurch bezahlt, noch bevor neue Kampagnen dazukommen. Wie viel Budget für Ihre Ziele realistisch ist, zeigt unser Google Ads Budget-Rechner.

Passend dazu: Google-Ads-Agentur Kosten: Welches Preismodell ist fair? und Google-Ads-Audit: Woran erkennt man, dass ein Konto Geld verschwendet?

Häufige Fragen

Was kostet ein Google Ads Freelancer?

Freelancer rechnen meist nach Stundensatz, mit einer monatlichen Pauschale oder mit einem Prozentsatz vom Werbebudget ab. Die Höhe hängt von Erfahrung, Kontogröße und Umfang ab, etwa ob Tracking und Reporting enthalten sind. Das Werbebudget zahlen Sie in jedem Fall separat direkt an Google. Lassen Sie sich genau aufschlüsseln, welche Leistungen die Pauschale abdeckt.

Kann ich mit einem Freelancer starten und später zu einer Agentur wechseln?

Ja, das ist ein üblicher Weg, wenn das Konto wächst. Wichtig ist, dass das Google-Ads-Konto von Anfang an Ihnen gehört. Dann bleiben Kampagnen, Verlauf und Conversion-Daten beim Wechsel erhalten, und der neue Anbieter bekommt einfach Zugriff. Liegt das Konto beim Freelancer, beginnt der Neue im schlechtesten Fall bei null.

Lässt sich interne Betreuung mit einem Freelancer oder einer Agentur kombinieren?

Ja, oft ist das sogar die beste Lösung. Intern kümmert sich jemand um Angebote, Anzeigentexte und die Rückmeldung zur Qualität der Anfragen, extern übernimmt der Spezialist Struktur, Gebotsstrategie und Tracking. Legen Sie schriftlich fest, wer welche Änderungen im Konto vornehmen darf, damit sich niemand gegenseitig die Optimierung zerschießt.

Wann Sie das abgeben sollten

  • Das Werbebudget steigt, aber die Anfragen nicht im gleichen Maß.
  • Sie wollen weitere Kanäle wie Shopping, YouTube oder Performance Max nutzen.
  • Niemand im Team ist für das Konto fest zuständig.
  • Sie brauchen ein Reporting, das die Geschäftsführung versteht.

Wie wir als Google Ads Agentur arbeiten, lesen Sie auf unserer Leistungsseite. Für eine kostenlose Ersteinschätzung Ihres Kontos buchen Sie hier einen Termin.

Persönliche Beratung gewünscht?

Unsere Google-zertifizierten Experten helfen Ihnen gerne weiter – kostenlos und unverbindlich.

Termin vereinbaren