Viele Unternehmen orientieren sich an einem Anteil von etwa 5 bis 10 Prozent des Umsatzes für Marketing. Große Umfragen unter Marketingleitern kommen regelmäßig auf Werte um 7 bis 8 Prozent. Der Prozentwert ist aber nur ein grober Rahmen. Besser leiten Sie das Budget aus Ihrem Wachstumsziel und Ihren Kosten pro Neukunde ab.
Ein Prozentwert vom Umsatz bedeutet: Wer wenig verkauft, wirbt wenig, und wer viel verkauft, wirbt viel. Für ein Unternehmen, das wachsen will, ist das genau verkehrt herum. Außerdem unterscheiden sich Branchen stark. Ein Online-Shop mit hartem Preiswettbewerb braucht anteilig mehr als ein Spezialanbieter mit Stammkunden.
Für die Kosten pro Klick in Ihrer Branche hilft unser Google Ads Budget-Rechner.
Prüfen Sie das Budget quartalsweise. Erhöhen, wenn die Kosten pro Neukunde stabil sind und der Vertrieb mehr Anfragen verkraftet. Senken oder umschichten, wenn ein Kanal über zwei Monate deutlich teurer wird, ohne mehr Aufträge zu bringen.
Passend dazu: Customer Acquisition Cost: Was kostet uns ein Neukunde wirklich? und Marketing-Dashboard: Welche Kennzahlen braucht die Geschäftsführung?
Neben dem reinen Werbebudget für Kanäle wie Google Ads oder Social Media gehören Agentur- und Freelancer-Honorare, Tools, Inhalte wie Texte, Fotos und Videos, Website und Tracking sowie Messen und Drucksachen dazu. Ob Sie auch anteilige Personalkosten des Marketingteams einrechnen, sollten Sie einmal festlegen und dann beibehalten. Nur so lassen sich Budgets über die Jahre vergleichen.
Fehlen eigene Zahlen, etwa bei einer Neugründung oder einem neuen Angebot, starten Sie mit einem begrenzten Testbudget in einem Kanal mit vorhandener Nachfrage, typischerweise der Google-Suche. Legen Sie vorher fest, wie lange getestet wird und welche Kennzahlen Sie danach bewerten. Aus den echten Kosten pro Anfrage und Ihrer Abschlussquote rechnen Sie anschließend das Jahresbudget nach Ziel.
Pauschal zu kürzen ist riskant, weil Anfragen meist mit Verzögerung wegbrechen und sich später nur langsam wieder aufbauen. Sinnvoller ist, gezielt bei Kanälen zu sparen, die nachweislich keine Aufträge bringen, und Kanäle mit stabilen Kosten pro Neukunde zu halten. Die Entscheidung sollte auf Zahlen pro Kanal beruhen, nicht auf einer Quote für das gesamte Budget.
Wir planen Budgets aus Zielen und Zahlen und zeigen monatlich, was davon zurückkommt. Mehr unter Strategie & Analyse oder im kostenlosen Erstgespräch.
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